
Bombay-Katze: Herkunft, Charakter, Haltung & Gesundheit im Überblick
Die Bombay-Katze wurde in den 1950er-Jahren in den USA gezüchtet, indem man Burmesen mit schwarzen American Shorthair-Katzen kreuzte. Ziel war es, eine Katze mit dem eleganten Aussehen eines schwarzen Panthers, aber dem liebevollen Wesen der Burmesen zu schaffen. 1976 wurde die Rasse offiziell von der CFA anerkannt.
Aussehen & Größe
Die Bombay-Katze wirkt tatsächlich wie ein kleiner schwarzer Panther – genau das war auch das Ziel der Züchterin. Ihr tiefschwarzes Fell reicht bis zu den Haarwurzeln, und die großen, leuchtenden Augen schimmern in Gold- bis Kupfertönen. Sie ist etwas zierlicher als eine gewöhnliche Hauskatze, wirkt aber dank ihres athletischen Körperbaus dennoch sehr elegant. Besonders wenn sie sich bewegt, erinnert ihr anmutiger Gang stark an den eines Panthers.
Heute gibt es drei Zuchtvarianten der Bombay-Katze: die traditionelle Form, die moderne Form und den europäischen Typ. Die moderne Variante hat eine sehr kurze, breite Schnauze, die leicht an eine Perserkatze erinnert. Sie wird vor allem in den USA, Frankreich und der Schweiz gezüchtet und ist häufiger Träger des rezessiven craniofacial head defect. Die ursprüngliche, traditionelle Form ist fast ausgestorben, gilt jedoch als genetisch besonders gesund und entspricht dem Urtyp der Rasse.
Die europäische Bombay-Katze unterscheidet sich durch eine etwas längere Schnauze, größere Ohren und oft auch einen insgesamt größeren Körperbau. Sie verbindet das elegante Aussehen der Rasse mit einer robusteren Erscheinung.
Charakter & Verhalten
Bombays sind anhänglich, intelligent und menschenbezogen. Sie lieben es, Teil des Familienlebens zu sein, sind verspielt und kommen oft gut mit Kindern und anderen Haustieren aus. Viele beschreiben sie als „Hunde im Katzenkörper“, da sie gerne folgen und lernen.
Haltung in Deutschland
Rechtlich gibt es in Deutschland keine besonderen Vorschriften für die Haltung einer Bombay-Katze, da sie nicht als Wildkatzen-Hybride gilt. Dennoch sollte man sie nur von seriösen Züchtern kaufen, die auf Gesundheit, gute Sozialisierung und artgerechte Aufzucht achten.
Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Nass- und Trockenfutter sorgt für ein glänzendes Fell und eine gute Gesundheit. Bombays neigen zu Übergewicht, daher sollte die Futtermenge gut kontrolliert werden.
Gesundheit & Lebenserwartung
Die Bombay-Katze gilt als robuste Rasse, kann aber – wie die Burmesen – zu bestimmten Erbkrankheiten neigen, darunter hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Bei guter Pflege liegt ihre Lebenserwartung zwischen 12 und 16 Jahren.
Für wen ist sie geeignet?
Die Bombay-Katze eignet sich besonders für Menschen, die eine verschmuste und aktive Katze suchen. Sie liebt Aufmerksamkeit und ist ungern lange allein – daher passt sie gut zu Familien oder Haltern, die viel Zeit für sie haben.
Fazit
Die Bombay-Katze ist eine elegante, liebevolle und aktive Rasse, die durch ihr pantherähnliches Aussehen beeindruckt. Wer ihr genügend Zeit und Zuwendung schenkt, erhält einen treuen und anhänglichen Begleiter fürs Leben.

