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Artikel: Kartäuserkatze: Alles Wissenswerte zu Herkunft, Charakter und Pflege

Kartäuserkatze
Katzenrassen

Kartäuserkatze: Alles Wissenswerte zu Herkunft, Charakter und Pflege

Die Kartäuserkatze stammt ursprünglich aus Frankreich und ist eine der ältesten Katzenrassen Europas. Bereits im 16. Jahrhundert wurde sie erstmals schriftlich erwähnt. Ihren Namen soll sie von den Kartäusermönchen erhalten haben, die sie angeblich in Klöstern hielten – ob das wirklich stimmt, ist historisch umstritten. Sicher ist jedoch: Die Chartreux wurde über Jahrhunderte wegen ihres ruhigen Wesens, ihrer Jagdfähigkeit und ihres dichten, wasserabweisenden Fells geschätzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse stark gefährdet und wurde durch gezielte Zuchtprogramme wieder stabilisiert. Heute ist die Kartäuserkatze eine beliebte Rasse in Europa – besonders in Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Aussehen & Größe der Kartäuserkatze

Die Kartäuserkatze, auch unter ihrem französischen Namen Chartreux bekannt, ist eine eindrucksvolle Katzenrasse mit einem markanten Äußeren. Ihr kräftiger, muskulöser Körperbau und das dichte, plüschige Fell verleihen ihr eine edle Erscheinung. Sie gehört zu den mittelgroßen bis großen Katzenrassen.

Typische Merkmale:

Fell: Kurz, dicht und wasserabweisend. Die Fellstruktur erinnert an Schafwolle und fühlt sich sehr weich an. Es ist in der Regel einheitlich blaugrau – die einzige offiziell anerkannte Farbe.

Augen: Groß, rund und ausdrucksstark – meist in leuchtendem Kupfer- bis Goldton.

Körperbau: Kräftig, breitbrüstig und muskulös. Trotz ihres kompakten Erscheinungsbilds ist die Chartreux sehr beweglich und agil.

Kopf: Breiter Schädel mit gut entwickelter Kieferpartie. Die Ohren sind mittelhoch und leicht abgerundet.

Größe und Gewicht:

Kater: 6–7 kg (gelegentlich bis 8 kg)

Katzen: 4–6 kg

Schulterhöhe: ca. 30 cm

Die Kartäuserkatze entwickelt sich relativ langsam. Ihre endgültige Größe und Körperform erreicht sie meist erst mit etwa 3 bis 4 Jahren.

Charakter & Verhalten der Kartäuserkatze

Die Kartäuserkatze – auch Chartreux genannt – ist nicht nur für ihr auffälliges Äußeres bekannt, sondern auch für ihren ganz besonderen Charakter. Sie vereint Ruhe und Intelligenz mit einer tiefen Zuneigung zu „ihrem Menschen“.

Ruhig & ausgeglichen:

Kartäuserkatzen sind gelassen und neigen nicht zu hektischem Verhalten. Sie beobachten lieber still aus dem Hintergrund, bevor sie handeln.

Menschenbezogen & loyal:

Obwohl sie nicht ständig Aufmerksamkeit einfordern, bauen sie eine enge Bindung zu ihrer Bezugsperson auf. Viele Halter beschreiben sie als „katzenhafte Hunde“, weil sie ihrer Familie gerne folgen.

Intelligent & lernfähig:

Diese Rasse ist schlau und lernt schnell. Sie kann einfache Kommandos verstehen und liebt es, neue Dinge zu erkunden – ohne dabei aufdringlich zu sein.

Verspielt, aber nicht hyperaktiv:

Gerade junge Tiere spielen gern, doch auch erwachsene Kartäuser zeigen Freude an ruhigen Spielmomenten – besonders in der Nähe ihrer Menschen.

Anpassungsfähig:

Ob in einer ruhigen Wohnung oder in einem lebhaften Haushalt – Kartäuserkatzen kommen mit verschiedenen Lebenssituationen gut zurecht, solange sie sich sicher und geborgen fühlen.

Sozial, aber unabhängig:

Sie verstehen sich meist gut mit anderen Katzen und auch mit Hunden. Trotzdem behalten sie gern ihre eigene Unabhängigkeit und ziehen sich manchmal bewusst zurück.

Haltung der Kartäuserkatze in Deutschland

Die Kartäuserkatze – bekannt für ihr ruhiges Wesen und ihre starke Bindung zum Menschen – ist in Deutschland eine beliebte Wohnungskatze. Ihre Haltung ist vergleichsweise unkompliziert, solange bestimmte Bedürfnisse beachtet werden.

Wohnungshaltung:

Die Kartäuser fühlt sich auch ohne Freigang wohl, sofern sie genügend Platz, Beschäftigungsmöglichkeiten und sozialen Kontakt hat. Ein gesicherter Balkon oder eine Fensterliege sind ideal, damit sie draußen beobachten kann.

Gesicherter Freigang:

Wer einen Garten hat, kann der Katze mit einem katzensicheren Gehege oder eingezäunten Bereich Freilauf ermöglichen – das wird sie sehr schätzen. Ungesicherter Freigang ist jedoch nur in sehr ruhigen Wohngegenden ratsam.

Beschäftigung & Umgebung

Intelligenz fördern:

Intelligenzspielzeug, Futterlabyrinthe oder Clickertraining machen der Kartäuser Spaß und halten sie geistig fit.

Rückzugsorte schaffen:

Wie alle Katzen braucht sie ruhige Plätze zum Schlafen und Beobachten. Höhlen, Kratzbäume und erhöhte Liegeflächen sind optimal.

Gesellschaft wichtig:

Kartäuserkatzen sind zwar unabhängig, aber nicht gern allein. Bei Berufstätigen empfiehlt sich eine Zweitkatze – idealerweise eine ebenfalls ruhige und sozialverträgliche Rasse.

Pflege & Gesundheit

Pflegeleichtes Fell:

Das kurze, dichte Fell der Kartäuser braucht nur gelegentliches Bürsten – während des Fellwechsels etwas häufiger.

Tierärztliche Betreuung:

Wie bei jeder Katze sollte auf Impfungen, Parasitenprophylaxe und regelmäßige Kontrollen geachtet werden. Eine kastrierte Katze lebt meist ruhiger und gesünder – gerade bei Wohnungshaltung.

Gesundheit der Kartäuserkatze & Lebenserwartung

Die Kartäuserkatze gilt als eine robuste und gesunde Rasse, was sie auch für Katzenanfänger besonders attraktiv macht. Dennoch gibt es einige Aspekte der Gesundheit, die Katzenhalter kennen sollten.

Typische Gesundheitsmerkmale

Robuste Natur:

Durch ihre kontrollierte Zucht ist die Kartäuserkatze weitgehend frei von rassespezifischen Erbkrankheiten. Sie neigt selten zu chronischen Erkrankungen.

Zahn- und Zahnfleischprobleme:

Wie viele Katzen kann auch die Kartäuser an Zahnstein oder Gingivitis leiden. Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt sind daher wichtig.

Fettleibigkeit:

Aufgrund ihres ruhigen Temperaments bewegt sich die Kartäuser manchmal zu wenig – besonders in Wohnungshaltung. Übergewicht kann langfristig zu Gelenkproblemen oder Diabetes führen.

Herzgesundheit:

Selten können – wie bei allen Katzen – Herzkrankheiten wie HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) auftreten. Eine gelegentliche Herzuntersuchung beim Tierarzt kann Sicherheit geben.

Vorsorge & Pflege

Regelmäßige Tierarztbesuche:

Impfungen, Parasitenbehandlungen und Check-ups tragen entscheidend zur Gesunderhaltung bei.

Kastration:

Eine frühzeitige Kastration kann gesundheitlichen Problemen wie Tumoren oder hormonell bedingtem Verhalten vorbeugen.

Ausgewogene Ernährung:

Eine qualitativ hochwertige, proteinreiche Ernährung – angepasst an Alter, Gewicht und Aktivität – unterstützt die Vitalität.

Lebenserwartung

Die Kartäuserkatze kann bei guter Pflege ein Alter von 12 bis 18 Jahren erreichen, viele Tiere werden sogar über 15 Jahre alt. Gute Genetik, liebevolle Haltung und regelmäßige medizinische Versorgung sind die besten Voraussetzungen für ein langes Katzenleben.

Für wen ist die Kartäuserkatze geeignet?

Besonders gut passt sie zu bestimmten Menschentypen:

Für Berufstätige mit geregeltem Alltag

Kartäuserkatzen sind unabhängig und können auch mal ein paar Stunden allein sein, ohne sich einsam zu fühlen. Wer tagsüber außer Haus ist, aber abends Zeit und Zuwendung schenkt, wird mit der ruhigen Gesellschaft einer Kartäuser belohnt.

Für Familien mit Kindern

Mit ihrem sanften und geduldigen Wesen ist die Kartäuser auch für Familien geeignet. Sie lässt sich von Kindern meist nicht aus der Ruhe bringen, reagiert aber sensibel – Respekt vor ihrem Rückzugsbedarf ist wichtig.

Für Senioren

Die ruhige, genügsame Art und der geringe Pflegeaufwand machen die Kartäuser zu einer idealen Gefährtin im Ruhestand. Sie liebt Streicheleinheiten und ist gerne in der Nähe ihrer Menschen, ohne aufdringlich zu sein.

Für Katzenanfänger

Kartäuserkatzen sind robust, pflegeleicht und gutmütig – ideal für Menschen, die erstmals eine Katze halten möchten. Ihr freundliches, unproblematisches Verhalten erleichtert den Einstieg in die Katzenhaltung.

Nicht ideal für…

Wer eine sehr aktive, verspielte oder anhängliche Katze sucht, die permanent Beschäftigung braucht, wird mit einer Kartäuser eventuell nicht ganz glücklich. Auch ein sehr lautes oder hektisches Umfeld kann sie stressen.

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