Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Savannah Katze: Alles, was du über die elegante Wildkatzen-Hybride wissen musst

Savannah Katze
Katzenrassen

Savannah Katze: Alles, was du über die elegante Wildkatzen-Hybride wissen musst

Die Savannah-Katze ist eine Hybridkatzenrasse, die Ende des 20. Jahrhunderts durch die Kreuzung eines Servals (Leptailurus serval) mit einer Hauskatze (Felis catus) gezüchtet wurde. Diese Hybridisierung führt typischerweise zu großen und schlanken Nachkommen mit den charakteristischen großen Ohren des Servals und deutlich braun geflecktem Fell.

Männliche Savannahs der Generationen F1 und F2 können sehr groß werden – ein F2-Kater stellte 2016 mit einer Schulterhöhe von 48,4 Zentimetern (19,1 Zoll) einen Weltrekord als größte Katze auf.

Savannah-Katzen der Generationen F4 bis F5, die für Katzenausstellungen zugelassen sind, wiegen in der Regel zwischen 5,0 und 8,2 Kilogramm (11,0 bis 18,1 Pfund) und sind damit vergleichbar mit anderen großen Hauskatzenrassen wie der Maine Coon oder der Norwegischen Waldkatze.

Savannah-Katze: Körperliche Merkmale und Zuchttechniken

Größe

Der hohe und schlanke Körperbau der Savannah lässt sie größer erscheinen, als sie tatsächlich wiegt. Die Größe hängt stark von der Generation und dem Geschlecht ab. Frühere Generationen (F1 und F2) sind in der Regel die größten, da der genetische Einfluss des afrikanischen Servals stärker ist. Sie wiegen in der Regel zwischen 4,5 und 11 Kilogramm, wobei es einen erheblichen finanziellen Anreiz für Züchter gibt, möglichst große F1-Katzen zu züchten – einige erreichen die Größe kleiner Hunde und können über 18 Kilogramm wiegen. In den USA erzielen solche Tiere besonders hohe Preise. Wie bei den meisten Katzenrassen sind Männchen in der Regel größer als Weibchen. Ähnlich wie bei anderen Hybridkatzenrassen wie der Chausie oder der Bengal weisen F1-Savannahs viele exotische Merkmale des wilden Servals auf, die in späteren Generationen schwächer werden.

Savannahs späterer Generationen sind in der Größe mit anderen großen Hauskatzen vergleichbar und wiegen in der Regel zwischen 3,5 und 8,2 Kilogramm.

Unverwechselbare Merkmale

Das Erscheinungsbild der Savannah-Katze ist stark vom Serval geprägt. Zu den charakteristischen Merkmalen gehören das besondere Farbmuster, große und aufrechte Ohren, ein langer Körper und lange Beine, breite Nasen sowie überdeckte Augen. Wenn eine Savannah steht, ist das Hinterteil oft höher als die markanten Schultern. Der kleine Kopf ist höher als breit, und der Hals ist lang und schlank. Die Rückseite der Ohren zeigt sogenannte Ocelli – ein helles Band in der Mitte, eingerahmt von Schwarz, Dunkelgrau oder Braun, was wie ein Auge wirkt. Der kurze Schwanz ist von schwarzen Ringen umgeben und endet in einer schwarzen Spitze. Die Augen sind bei Jungtieren blau (wie bei anderen Katzen auch), im Erwachsenenalter können sie grün, braun, goldfarben oder eine Mischfarbe sein. Die Augen haben eine Bumerang-Form und sind durch eine überhängende Braue vor Sonnenlicht geschützt. Idealerweise verlaufen schwarze oder dunkle „Tränenstreifen“ von den Augenwinkeln entlang der Nase bis zu den Schnurrhaaren.

Fell

Das Fell der Savannah sollte ein getupftes Muster aufweisen – das einzige Muster, das laut TICA-Rassestandard akzeptiert wird. Der Standard erlaubt außerdem vier Farben: Braun-getupft (von kühlem bis warmem Braun, Beige oder Gold mit schwarzen oder dunkelbraunen Flecken), Silber-getupft (silbernes Fell mit schwarzen oder dunkelgrauen Flecken), Schwarz (schwarzes Fell mit schwarzen Flecken) und Black Smoke (silbernes Fell mit schwarzen Spitzen und schwarzen Flecken).

Weitere, nicht standardisierte Farben und Muster kommen ebenfalls vor, darunter Rosetten, Marmorierung, Snow (Point), Blau, Zimt, Schokolade, Flieder (Lavendel) und andere durch Hauskatzen-Gene beeinflusste Farbverdünnungen.

Fremdblutzucht (Outcrossing)

Die Rasse Savannah erhielt 2012 den Championstatus bei der TICA, was bedeutet, dass Kreuzungen mit anderen Hauskatzen nicht mehr erlaubt sind. Da männliche Savannahs der Generationen F1 bis F4 unfruchtbar sind, nutzen Züchter F5-Männchen, um mit F1-Weibchen F2-Nachkommen zu züchten. Ab 2012 führten die meisten Züchter Savannah-zu-Savannah-Paarungen durch, da mittlerweile viele fruchtbare F5-Kater als Deckkater zur Verfügung standen und Outcrosses als unnötig und unerwünscht galten.

Fremdblutzuchten aus den frühen 1990er Jahren hatten großen Einfluss auf die Entwicklung der Rasse – sowohl im Hinblick auf erwünschte als auch auf unerwünschte Merkmale. Vor 2012 erlaubte TICA als Outcrosses die Rassen Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und Hauskatze. Nicht erlaubt waren u. a. Bengal und Maine Coon, da sie viele unerwünschte genetische Eigenschaften mitbrachten.

Savannah-Katze: Haltung in Deutschland

Die Savannah-Katze ist eine faszinierende Kreuzung zwischen einer afrikanischen Servalkatze und einer Hauskatze – und wird auch in Deutschland zunehmend beliebter. Doch wer sich für die Haltung interessiert, muss einige wichtige Vorschriften und Besonderheiten beachten.

Die Haltung einer Savannah-Katze ist in Deutschland abhängig vom sogenannten Filialstatus (F1 bis F5):

F1–F4 Savannahs: Diese Generationen stammen direkt oder fast direkt vom Serval ab. In Deutschland gelten sie laut Bundesartenschutzverordnung als Wildtiere und unterliegen daher strengen Auflagen. Für ihre Haltung ist meist eine behördliche Genehmigung, ein Sachkundenachweis und ein ausbruchsicheres Gehege erforderlich.

Ab F5-Generation: Diese Katzen gelten rechtlich als domestiziert und dürfen wie normale Hauskatzen gehalten werden – ohne besondere Genehmigung.

Voraussetzungen für die Haltung

Wer eine Savannah-Katze der frühen Generationen halten möchte, muss Folgendes nachweisen:

Sachkundenachweis: Nachweis über Kenntnisse zur artgerechten Haltung von Wildkatzen.

Artgerechtes Gehege: Mindestanforderungen an Größe, Sicherheit und Struktur (z. B. Klettermöglichkeiten, Rückzugsorte).

Meldung bei der Behörde: Genehmigung durch die zuständige Veterinärbehörde ist Pflicht.

Versicherung: In einigen Bundesländern ist eine spezielle Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig.

Zucht & Erwerb in Deutschland

Achten Sie beim Kauf auf seriöse Züchter, die nachweislich mit Genehmigung und nach TICA-Standard züchten.

Der Preis variiert stark je nach Generation – F1-Tiere können über 10.000 € kosten, spätere Generationen liegen meist zwischen 2.000 € und 5.000 €.

Import aus dem Ausland unterliegt zusätzlichen Regelungen (z. B. CITES-Bescheinigung).

Savannah Katzen Ernährung: Das sollten Sie wissen

1. Besonderheiten der Savannah-Ernährung

Savannah Katzen haben – je nach Filialgeneration (F1–F5) – einen unterschiedlich hohen Anteil an wildem Erbgut. Gerade bei frühen Generationen (F1–F3) zeigt sich ein deutlich anderer Stoffwechsel als bei klassischen Hauskatzen. Das macht eine bewusste Fütterung umso wichtiger.

  • Hoher Proteinbedarf: Savannahs benötigen deutlich mehr tierisches Eiweiß.
  • Geringe Toleranz für Getreide und Zucker: Diese Inhaltsstoffe können zu Verdauungsproblemen führen.
  • Rohfütterung oft bevorzugt: Viele Züchter und Halter schwören auf BARF (biologisch artgerechtes rohes Futter), weil es dem natürlichen Fressverhalten am nächsten kommt.

2. BARF – Rohfütterung für Savannahs

Vorteile:

  • Natürliche Ernährung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien
  • Kontrollierbare Zusammensetzung
  • Ideal für Savannahs mit wildem Erbanteil

Wichtige Bestandteile:

  • Muskelfleisch (z. B. Rind, Huhn, Pute)
  • Innereien (Leber, Herz, Niere – in Maßen!)
  • Knochen (z. B. Hühnerhälse – nie gekocht!)
  • Fisch (in Maßen, wegen Jodgehalt)
  • Zusätze: Taurin, Kalzium, Vitamin E, Omega-3-Öle

Achtung:

BARF erfordert Fachwissen. Eine ausgewogene Zusammenstellung ist essenziell, sonst kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

3. Hochwertiges Nassfutter als Alternative

Nicht jeder hat die Zeit oder Erfahrung für BARF. Dann ist hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil (mindestens 70 %) eine gute Wahl.

Worauf Sie achten sollten:

  • Kein Zucker, kein Getreide, keine künstlichen Zusätze
  • Fleisch an erster Stelle der Zutatenliste
  • Marken mit transparenter Deklaration (z. B. Catz Finefood, Mac’s, Feringa)

Wenn überhaupt, nur als Ergänzung – z. B. zur Zahnreinigung oder als Leckerli. Der Flüssigkeitsanteil bei Savannahs sollte über Nassfutter oder Wasser gewährleistet sein.

4. Ergänzungen & Spezialfutter

Savannahs profitieren häufig von bestimmten Nahrungsergänzungen:

  • Taurin: Unverzichtbar für Herz, Augen und Stoffwechsel
  • Lachsöl oder Krillöl: Unterstützt Haut, Fell und Gelenke
  • Probiotika: Für eine gesunde Verdauung, besonders bei empfindlichen Tieren

5. Fütterungstipps im Alltag

  • Feste Fütterungszeiten: Unterstützt das natürliche Jagdverhalten
  • Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag: Besonders bei aktiven Katzen sinnvoll
  • Futterspiele & Intelligenzspielzeug: Fördert Beschäftigung und Nahrungsaufnahme wie in freier Wildbahn
  • Wasserzugang an mehreren Orten: Savannahs trinken gern aus Brunnen oder fließendem Wasser

Gesundheitliche Aspekte bei der Savannah-Katze

Die Savannah-Katze ist im Allgemeinen eine robuste und gesunde Rasse, insbesondere in späteren Generationen (F4 und höher), die stärker an die Hauskatze angepasst sind. Dennoch gibt es einige gesundheitliche Überlegungen, die zukünftige Halter beachten sollten:

Hybride Besonderheiten

Frühere Generationen (F1–F3), die einen höheren Anteil an Serval-Genetik haben, können in ihrem Verhalten und Gesundheitszustand deutlich von normalen Hauskatzen abweichen. Ihr Stoffwechsel ist oft empfindlicher, was sich auf Fütterung, Verdauung und Immunabwehr auswirken kann.

Herzgesundheit

Wie bei vielen größeren Katzenrassen sollte auf mögliche Herzprobleme wie die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) geachtet werden. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, insbesondere ein Herzultraschall, werden empfohlen.

Zahnpflege

Savannahs haben wie alle Katzenarten ein Risiko für Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen. Eine regelmäßige Zahnpflege – z. B. durch spezielle Snacks oder regelmäßige Tierarztkontrollen – ist ratsam.

Impfungen und Parasitenprophylaxe

Auch wenn Savannahs als exotisch gelten, benötigen sie denselben Impfschutz wie andere Hauskatzen. Dazu gehören Impfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und ggf. Tollwut – besonders wichtig, wenn sie Auslauf haben.

Anästhesie-Risiken bei Frühgenerationen

Manche F1–F2-Savannahs reagieren empfindlicher auf Narkosemittel. Tierärzte sollten hier mit entsprechender Erfahrung und Vorsicht vorgehen.

Für wen ist die Savannah-Katze geeignet?

Die Savannah-Katze ist keine gewöhnliche Hauskatze – sie ist eine exotische, energiegeladene und intelligente Rasse mit einem starken Charakter. Daher ist sie nicht für jeden geeignet. Hier sind die wichtigsten Punkte, die potenzielle Besitzer berücksichtigen sollten:

Erfahrene Katzenhalter

Die Savannah eignet sich am besten für Menschen mit Erfahrung im Umgang mit anspruchsvollen oder hybriden Katzenrassen. Ihr Verhalten erinnert teilweise an das eines Hundes, doch gleichzeitig zeigt sie auch viele typische Merkmale wilder Katzen. Wer bereits Katzen mit starkem Charakter gehalten hat, kommt mit einer Savannah besser zurecht.

Aktive Menschen oder Familien

Diese Katzenrasse ist äußerst verspielt, neugierig und braucht täglich viel Beschäftigung. Menschen, die bereit sind, viel Zeit in interaktive Spiele, Clickertraining oder Spaziergänge an der Leine zu investieren, werden mit der Savannah ihre Freude haben.

Nicht unbedingt für kleine Kinder geeignet

Aufgrund ihrer Energie und ihrer oft dominanten Art ist die Savannah nicht immer die beste Wahl für Haushalte mit kleinen Kindern. Ältere Kinder, die den Umgang mit Tieren respektvoll gestalten können, sind jedoch kein Problem.

Für große Wohnungen oder Häuser mit gesichertem Freigang

Savannahs brauchen viel Platz, um sich zu bewegen und ihre natürlichen Instinkte auszuleben. Eine große Wohnung mit vielen Klettermöglichkeiten oder ein gesicherter Garten (z. B. mit Katzenzaun) ist ideal.

Tierliebhaber mit Geduld

Die Erziehung einer Savannah kann fordernd sein. Sie braucht Zeit, Aufmerksamkeit und eine konsequente, aber liebevolle Hand. Wer Geduld und Verständnis für ihr besonderes Wesen mitbringt, wird mit einer engen Bindung belohnt.

Fazit

Die Savannah Katze vereint Wildheit und Eleganz in einem. Sie ist keine gewöhnliche Hauskatze – aber für die richtigen Halter eine faszinierende Gefährtin mit Charakter.

Read more

Burma-Katze
Katzenrassen

Burma-Katze: Herkunft, Charakter, Haltung & Pflege im Überblick

Entdecke die charmante Burma-Katze – erfahre mehr über ihre Herkunft, ihr verspieltes Wesen, die richtige Haltung und Pflege sowie ihre Gesundheit. Ist sie die richtige Katze für dich?

Weiterlesen
Bengal Katze
Katzenrassen

Die Bengalkatze (Bengal Katze) – Wildes Aussehen trifft auf verspieltes Wesen

Erfahren Sie alles über die Bengalkatze: Herkunft, Fellzeichnungen, Charakter, Gesundheit & Pflege. Echte Infos, Bilder und Empfehlungen für Halter.

Weiterlesen